7. Dezember 2012

Blackout auf Koh Samui


Was der Regen nicht schafft das schaffen im Zweifel halt die Thais selber.
Der Regen hatte gerade so aufgehört da fällt auch schon der Strom aus. Naja, denkt man sich ist ja nichts neues aber es sollte sich hinziehen. Aber der Reihe nach.

Tag Eins
Dienstag morgen so gegen 9:20 Uhr macht es auf einmal Plopp und alles ist tot. Normalerweise ist der Strom so 1 – 2 mal kurz hintereinander weg ehe er total ausfällt. Das hätte zu denken geben müssen wie sich herausstellte.
So ohne Strom, das ist doch auch mal ganz romantisch ganz so wie früher als es noch gar keinen Strom auf der Insel gab. Nun ja, mittlerweile leben wir im 21ten Jahrhundert und ohne Fernsehen und Internet und Co. vermisst man dann doch einiges. Vor allem wenn man einen Blog schreibt und einfach nicht kann. So ganz nebenbei ist auch der Mobilfunk ausgefallen. Und das ist vorallem für die Thais ein dramatischer Zustand. Fliessendes Wasser gibt es natürlich auch nicht ohne Strom.
So wurde es 13:00 Uhr und so langsam nahm der Hunger überhand. Egal ob geduscht oder ungeduscht es musste etwas zu Essen her. Im Kühlschrank gähnende Leere, natürlich ausgerechnet jetzt. Also auf zu meinem Freund, der für seine Frau einen Thaishop betreibt, und etwas Essen. Auf der Fahrt dorthin war selbst am hellichten Tag zu sehen, dass die ganze Ringstrasse lang bis zum Big C alles dunkel und „Out of Order“ war. Oh je… das kann dauern.
Einzig Lotus und Makro waren dank vorhandener Generatoren in Betrieb. Und der Shop meines Freundes. Der Ventilator lief, das Radio und der Fernseher plärrten vor sich hin. Es gab etwas zu essen UND noch richtig kaltes Bier. Das ging so bis ca. 17:00 Uhr dann machte es auch hier Plopp und es ward kein Licht. Mittlerweile waren wir zu dritt und es wurden rasch ein paar Kerzen besorgt. Übrigens jetzt der Renner in den Shops, falls es überhaupt noch welche gibt.
Über den Nachmittag kamen mit den Gästen immer neue Gerüchte über den Stromausfall auf. Also um es kurz zu machen, eine von den Stromleitungen vom Festland soll defekt sein. Ein Schiff sei drüber gefahren und was alles noch so erzählt wurde. Na, auf jeden Fall wenn nur die Hälfte stimmt dauert das ganze dann doch 2 – 3 Tage.  Über die noch intakte, viel zu schwache, Leitung sollen die einzelnen Bezirke immer mal 1 Stunde oder so etwas Strom abbekommen. Es wird Zeit sich auf den Heimweg zu machen. Jetzt war es deutlich zu sehen. Fast den ganzen Weg dunkelheit. Ausser von den Autos und Mopeds.
Während alle Geschäfte die z.B. elektronische Kassen und Kühlregale haben ganz geschlossen oder auf absolutem Notbetrieb liefen waren die kleinen Thaishops mit ihren Gaslampen, Holzkohlegrills usw. zur Freude vieler geöffnet. Auch ich besorgte mir mein Abendessen unterwegs.
Zu Hause angekommen und gut gestärkt galt es Wasser ins Haus zu beschaffen. D.h. Eimerweise in eine Tonne zu schaffen. Schliesslich muss man ja die Toilettenspülung ersetzen und ein bisschen waschen schadet bei den Temperaturen auch nicht. Beim Wasser zapfen an den Versorgungsbehältern traf ich den Vermieter von gegen über und fragte mal ob er wüsste was denn eigentlich los sei. Er ist immerhin leitender Angestellter einer grossen Bank hier und hat ein bisschen was auf dem Kasten. Was genau die Ursache wäre wüsste er auch nicht aber so ca. 2 – 3 Tage würde es schon dauern. Schliesslich sei morgen ein Feiertag (Geburtstag des Königs). Also: Es gibt keinen Alkohol UND kein Wasser…
Strom gab es übrigens auch keinen mehr…
Mehr in Tag 2

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