22. Mai 2012

Wie auf Samui Probleme gelöst werden

Heute: Gefährliche Kokosnüsse entfernen

Vorgeschichte:

Seit geraumer Zeit kamen von der Palme direkt neben dem Zugang zu meinem Haus ab und an eine Kokosnuss herunter und schlug mit einem dumpfen Plopp auf den Boden. Zu meinem, meiner Freundin und meinen Gästen Glück nie wenn wir auf dem Weg in das Haus waren. Merkwürdig war aber schon, dass diese Kokosnüsse noch gar nicht reif waren, also relativ klein.
Aber selbst in dieser Grösse, nach einem freien Fall aus 6 Metern Höhe, sind sie absolut tödlich wenn sie denn den Kopf getroffen hätten. Es gibt in diesen Breiten mehr Tote durch Kokosnüsse als man denkt.
Es musste also etwas geschehen. Als dann noch eine Kokosnuss keine 50 Zentimeter neben einer fast schon historischen Honda Dream einschlug war die Zeit zum Handeln überreif.
Zum Glück war der Besitzer, ein echter Samuianer, gerade auf dem Gelände. Ich also ohne grosse Thaikenntnisse und er ohne jegliche Englischkenntnisse kurz gestikuliert mit dem Ergebnis die Kokosnüsse kommen ab. Soweit so gut.

Arbeitstag Eins:

Nach 2 Tagen kam der Besitzer dann am frühen Nachmittag bei mir vorbei und gestikulierte, die Kokosnüsse kommen nun ab. Da meine (thailändische) Freundin gerade zugegen war überlies ich das Reden und weitere tun Ihr und dem Besitzer. Es wurden Mopeds in Sicherheit geschoben und die Nachbarn mussten ihr Auto wg. defekter Batterie weg schieben. Nicht gerade einfach einen Jeep Cherokee zu bewegen.
Die Vorbereitungen waren getroffen und die Arbeiter konnten kommen. Aber es kam niemand. Den Besitzer   brachte das erstmal nicht aus der Ruhe. Er rauchte 1, 2 Zigaretten von mir und erzählte mit meiner Freundin.
Wie schon gesagt, ich habe mich nicht sonderlich weiter für die Sache interessiert. Hier in Thailand dauert es halt etwas länger. Irgendwann war der Besitzer dann weg. Ich kenne Ihn ja schon länger und war nicht weiter erstaunt.

Arbeitstag Zwei:

Weitere 2 Tage später vernehme ich am späten Vormittag, da ist etwas grösseres im Gange. Autos fuhren vor und jede Menge Leute laufen durch die Anlage. Ich dachte noch, das ist jetzt aber doch etwas übertrieben wg. der paar Kokosnüsse. Aber die gingen nicht zu meinem Haus sondern 2 Häuser weiter, wo mittlerweile das selbe Problem an den Besitzer gemeldet wurde. Nur wusste ich das zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Die Geräusche von fallenden Kokosnüssen und Palmwedeln und das anschliessende kreischen der Motorsäge gefolgt vom dumpfen Aufschlag eines Baumstammes sollte ich dann keine Stunde später direkt vor meinem Haus vernehmen. Motorsägen sind ja schon laut aber thailändische Motorsägen übertreffen alles bis dahin gehörte. Die Evakuierung von Mopeds und Auto musste natürlich auch wieder sein.
Es dauerte keine 20 Minuten und die Palme donnerte direkt vor meinem Haus zu Boden. Ich war so perplex, dass ich sogar vergass den Fotoapparat zu aktivieren. Das Ergebnis ist ja oben zu sehen.

Es sah aus wie auf dem Schlachtfeld. Das war einmal ein Baum

so ähnlich wie dieser, obwohl der auch nicht ungeschoren davon kam. In der Lücke in der Hecke lag der Baumstamm.
Aber auch das Hausdach wurde nicht verschont.
Die Bilder entstanden übrigens nach der Säuberungsaktion des Besitzers, die erst nach 2 maliger Aufforderung vor genommen wurde.

Fazit:

Und das alles wg. ein paar Kokosnüssen, die sich selbstständig machen?
Ja, sagt der Samuianer. Warum jedes Jahr für teures Geld die Nüsse abschneiden lassen wenn ich das Problem ein für alle mal lösen kann und für das Holz sogar noch Geld bekomme.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wenn Sie auf meinem Blog kommentieren, werden die von Ihnen eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. Ihre IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu finden Sie in meiner Datenschutzerklärung (https://www.living-samui.de/p/datenschutz.html) und in der Datenschutzerklärung von Google (https://policies.google.com/privacy?hl=de)